Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.

Emil Zatopek

Hilfsaktionen

Mit dem eigenen Antrieb anderen helfen

Der Firmenlauf steht traditionell auch im Zeichen wohltätiger Zwecke. Damit wird der eigene Antrieb vieler Tausender und das Engagement hunderter Unternehmen zum Symbol einer leistungsstarken, aber auch solidarischen regionalen Gemeinschaft.

Auch beim 6. Firmenlauf der Metropolregion Nürnberg war es dem Hubert-Schwarz-Zentrum ein großes Anliegen, soziale Projekte zu unterstützen. Über die Spendensumme von 10.000 Euro können sich die Projekte "Sport im Verein", "Menschen bewegen" und die Einrichtung St. Paul freuen.

Beim 5. Firmenlauf konnten insgesamt 16.000 Euro an Projekte in der Region übergeben werden. Darunter befanden sich beispielsweise das Projekt an der Grundschule Paniersplatz in Nürnberg und der Laufclub "Down-Syndrom-Marathonstaffel" in Fürth.


Hier finden Sie nähere Informationen zu den Projekten aus 2009 und 2010:

BLSV-Projekt "Sport im Verein"

Der Firmenlauf unterstützt auch 2010 soziale Einrichtungen in der Region - zum Beispiel das Projekt "Sport im Verein".

"Sport im Verein" wurde im Herbst 2007 von der Hubert-Schwarz-Stiftung in Kooperation mit dem Bayerischen Landes-Sport-Verband e.V., Sportbezirk Mittelfranken ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, Kindern aus sozial schwachen Familien den Beitrag für den Sportverein zu finanzieren. Waren die unterstützten Vereine anfangs noch auf die Metropolregion Nürnberg beschränkt, konnte die Förderung dank der Spenden aus den vorangegangenen Firmenläufen mittlerweile auf ganz Mittelfranken ausgeweitet werden.

Derzeit sind wir in der Lage, über 240 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Sportverein zu ermöglichen. Durch Sport und Bewegung verbessert sich die gesamte Entwicklung junger Menschen. Sportarten wie Fußball, Basketball oder Schwimmen fördern koordinative Fähigkeiten, Beweglichkeit und Körperhaltung.

Kinder und Jugendliche lernen beim Sporttreiben spielerisch, Regeln zu akzeptieren und Werte wie Fairness, Teamgeist und Rücksichtnahme zu respektieren. Insbesondere für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sollte Sport zum Alltag gehören. Sie finden dadurch Halt, Anerkennung und Selbstbewusstsein - unabhängig von den familiären und sozialen Umständen. Zudem können sie so ihre Aggressionen abbauen und sich gleichzeitig in Selbstbeherrschung üben.

Dieses Erlebnis möchten wir auch Kindern ermöglichen, deren Eltern sich, z. B. durch Hartz IV, den Beitrag für den Sportverein nicht oder nur unter enormen anderen Einschränkungen leisten können. Denn schließlich ist Sport im Verein am schönsten.

Die Antragstellung ist im Interesse der Begünstigten so einfach und unbürokratisch wie möglich und wird streng vertraulich behandelt. Machen Sie mit! Wir bitten die betroffenen Familien und Vereine herzlich, dieses Angebot zu nutzen, das Kindern und Jugendlichen eine wichtige Lebenshilfe sein kann.

Weitere Informationen sowie das Formular zur Antragstellung finden Sie hier als Download.

"Ich kann laufen so wie Du und ich laufe auf Dich zu"

Fotos: Wilhelmi

Das Projekt "Laufclub Down-Syndrom Marathonstaffel e.V." mit Sitz in Fürth unterstützt Menschen mit Down-Syndrom. Das Down-Syndrom stellt eine genetische, unabänderliche Besonderheit dar, die bei den Betroffenen eine Entwicklungsverzögerung und in einigen Fällen zusätzliche körperliche Einschränkungen oder Erkrankungen mit sich bringt.

Getreu dem Motto "Ich kann laufen so wie Du und ich laufe auf Dich zu" engagiert sich der Laufclub mit unermüdlichem Fleiß, um seinen Schützlingen die Teilnahme an ganz  normalen öffentlichen Wettkämpfen als Staffel oder Einzelläufer zu ermöglichen. Mit der Übernahme von Reisekosten, der Finanzierung von Laufschuhen, Bekleidung und - dort, wo eine Trainingsbegleitung durch die Familie nicht möglich ist - auch Trainerstunden unterstützt der Verein die Läufer nach besten Kräften.

Im Vordergrund der Bemühungen stehen dabei die Freude an der Bewegung, das Gemeinschaftserlebnis und ein gesundheitsbewusstes Training ohne Stress: Dabei wurden innerhalb eines halbstündigen Walkinglaufes die Joggingsequenzen allmählich gesteigert. Nach drei Monaten joggten alle Teilnehmer, so dass nach und nach die Trainingszeiten auf eine Stunde gesteigert werden konnten. Heute, nach insgesamt 13 Monaten, laufen alle Sportler einmal in der Woche zwei Stunden.

Dennoch ist es sehr schwierig, mit Läufern mit Down-Syndrom zu trainieren. Hauptproblem ist dabei die verzögerte Anpassung des orthopädischen Systems. Die Trainer nehmen sich daher viel Zeit und lassen es ruhig angehen. Die Freude der Sportler an den Erfolgen ist groß, und der Stolz über absolvierte Zweistunden-Ausdauerläufe steckt einfach an.

Wie bei allen Sportlern verbesserte sich das Herz-Kreislauf-System der Läufer, überflüssige Kilos verschwanden, die Ausdauerleistungsfähigkeit wurde verbessert. Am bemerkenswertesten sind aber die enorm gesteigerte Kommunikationsfähigkeit, die erhöhte Lebensfreude und das gestärkte Selbstwertgefühl. Denn sobald Sportler unter Sportlern sind, spielt das Down-Syndrom keine Rolle mehr.

Erstmals traten sie beim Metropolmarathon 2008 an. Die Öffentlichkeit nahm großen Anteil, und so fühlte sich die ganze Mannschaft einfach mittendrin. Zahlreiche Veranstaltungen stehen 2009 auf dem Kalender, den Höhepunkt bildet aber sicher der Münchner Marathon, bei der die Laufgruppe als Staffel antreten wird. Einige Läufer wollen sich sogar an die kompletten 42,195 Kilometer wagen?

Weitere Informationen finden Sie unter down-syndrom-marathonstaffel.de

Firmenlauf unterstützt Schulprojekt "Bewegung und Sport"

Die Grundschule Paniersplatz, in unmittelbarer Nähe der Nürnberger Burg, wird derzeit von rund 180 Kindern besucht. Mehr als 60 Prozent von ihnen stammen aus Familien mit Migrationshintergrund, insgesamt aus 32 unterschiedlichen Nationen. Unverzichtbare Bestandteile in der Bildungs- und Erziehungsarbeit sind für die Schule Bewegung und Gesundheit. Daher setzt die Grundschule Paniersplatz langfristig auf ein besonders umfangreiches und vielfältiges Angebot mit "Bewegung und Sport".
Es ist erwiesen, dass bewegte Kinder

  • gesünder sind
  • leichter, nachhaltiger und erfolgreicher lernen
  • soziale Fähigkeiten trainieren
  • durch Sport unmittelbar Aggressionen abbauen.

Die Integration und Förderung der Migrantenkinder durch Bewegung und Sport zielt darauf ab, vorhandene Potentiale zu entdecken, zu formen und weiterzuentwickeln. Um diese Ziele noch besser zu verfolgen, konnten durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Grundschule Paniersplatz zusätzlich 12 Bewegungs- und Sportstunden am Nachmittag, teilweise auch am Vormittag, angeboten werden. Zum Programm gehören u. a. Mädchen- und Jungenfußball, Inline-Skating, Ball- und Zirkusspiele. Dass die finanzierte Sportlehrkraft als einziger männlicher Lehrer für die Jungs eine wichtige Identifikationsfigur in ihrer Entwicklung darstellt, unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts.

Nicht nur für die Schüler, auch für die oftmals berufstätigen Eltern bietet das Projekt zahlreiche Vorteile. "Bewegung und Sport"

  • findet zum Teil gleich nach dem Vormittagsunterricht statt
  • ist ein Gemeinschaftserlebnis unter miteinander vertrauten Schülern
  • und kommt ohne Fahrdienste der Eltern aus.

Damit letztlich alle Kinder von diesem beispielhaften Konzept profitieren können, wird ein Teil der Firmenlauferlöse 2009, zu denen auch die Startgelder der Teilnehmer beitragen, in dieses Projekt fließen.